15. Internationale Amateurmeisterschaften von Deutschland - Allianz German Boys and Girls Open: 31. Mai bis 02. Juni 2018 - Golf Club St. Leon-Rot e.V.

Donnerstag 07. Juni 2018

Die German Boys & Girls Open 2018 gilt als eines der größten und sportlich renommiertesten Jugendgolfturniere Europas. Auch in diesem Jahr waren die europäischen Junioren-Topspieler im Teilnehmerfeld vertreten.

 

Darunter waren natürlich auch Athleten aus Hamburg und Schleswig-Holstein. Aus dem HGU 16Plus Team gingen Jonas Demant und Fredrik Strandberg an den Start. Für die Athleten gilt das Turnier klar als einer der Saisonhöhepunkte und somit als Performance Turnier. Der Wettkampf ging über drei Tage und wurde bei bestem Wetter ausgetragen. Beide Meisterschaftsplätze des GC St. Leon Rot zeigten sich in optimalem Zustand.

 

In der ersten Runde kam Fredrik Strandberg am besten mit den Bedingungen zurecht. Durch seine extrem offensive Spielweise vom Abschlag und seine variantenreichen Schläge ins Grün erspielte er sich viele Birdiechancen, von denen er zehn nutzen konnte. Am Ende von Tag 1 stand eine bemerkenswerte 64 (-8) auf dem Leaderbord. Fredi sicherte sich somit mit zwei Schlägen Vorsprung die Führung nach dem ersten Tag. Auch Jonah Heidbrink mit 70 (-2) und Tiger Christensen mit 71 (-1) Schlägen kamen mit einer super Leistung von der Runde und hatten sich eine gute Ausgangsposition für die nächsten Tage erspielt. Jack Boughten mit 74 (+2) und Jonas Demant mit 76 (+4) waren auch noch in Lauerstellung, um den Cut nach zwei Runden zu schaffen.

 

Der zweite Turniertag sollte nun die Entscheidung bringen, ob man mit den besten 45 (und schlaggleichen) Spielern im Championship Kampf um Sieg und Platzierung kämpfen durfte. Jack spielte sich mit einer 71 (-1) auf ein Zwischenergebnis von +1 und schaffte so den Cut, der nach zwei Runden bei +2 lag. Fredi konnte nach einer 70 (-2) in Runde zwei seine Führung sogar noch um einen weiteren Schlag ausbauen und ging am letzten Tag in der Führungsgruppe an den Start. Unsere weiteren Athleten aus Hamburg und Schleswig-Holstein haben alles gegeben, sind aber am Cut gescheitert und haben die Turnierrunden reflektiert und sind hoch motiviert, die gesammelten Erfahrungen für die kommenden Aufgaben zu nutzen.

 

Am Finaltag schaffte es Fredi, ein frühes Bogey auf der zweiten Spielbahn mit Birdies auf den Bahnen drei und vier weg zu machen und seine Führung auf -11 für das Turnier auszubauen. In der Folge liest sich seine Scorekarte wie die eines abgezockten Tourprofis: mit 12 gespielten Pars in Folge hielt er seine Verfolger auf Abstand. Die Verfolger beendeten ihre Runden bei -9 für das Turnier. Leider spielte Fredrik auf den letzten beiden Bahnen des Tages jeweils ein Bogey, um am Ende mit ebenfalls -9 nach drei Runden in ein Stechen um den Titel zu gehen. Lou Tan Chi Hin aus Hong Kong und Charles Larcelet aus Frankreich waren die Mitstreiter im Stechen.

 

Die Zuschauerzahl auf der Tribüne und rund um das 18. Grün war enorm und die Spannung über die Entscheidung im Stechen war überall zu spüren. Auch in dieser neuen Situation blieb Fredi seiner mutigen offensiven Spieleröffnung treu und hatte nach seinem Abschlag mit Abstand die kürzeste Distanz zur Fahne, konnte sich aber keine klare Birdiechance erspielen und notierte ein Par am ersten Extraloch. Der Franzose Larcelet spielte ebenfalls ein Par, nur Tan Chi Hin aus Hong Kong schied mit einem Bogey aus dem Stechen aus.

 

Am zweiten Loch des Stechens musste Fredi nach dem Abschlag einen Strafschlag hinnehmen. Larcelet spielte ein sicheres Par und Fredrik musste nach einem präzisen Schlag zur Fahne seinen 1,20m Putt zum Par einlochen, um weiter im Match zu bleiben. Leider verfehlte er den Putt und musste sich Larcelet geschlagen geben.

 

Eine großartige Leistung aller Athleten aus Hamburg und Schleswig-Holstein, die sich auf dem internationalen Turniergeschehen behaupten konnten. Wir gratulieren allen Teilnehmern aus Hamburg und Schleswig-Holstein!

 

Jens Weishaupt HGU Landestrainer der Jungen

 

P.s.: Zu einem kleinen Special des DGV zum Turnier kommen Sie hier.

Quelle: DGV